Danke Sport1 – NHL-Spiele im FreeTV

Eishockey-Fans können sich freuen – denn im Januar 2019 öffnet Sport1 wieder den Sender für zwei richtig tolle Sport-Events. Sport1 zeigt zwei NHL-Spiele live und so kann man nach den jeweiligen Partien aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gleich am TV bleiben und kostenlos NHL schauen. An beiden Sonntagen werden also speziell auch Fans der Carolina Hurricans ihre Freude haben – mehr dazu und wie lange der Sender Sport1 schon die NHL im Programm hat, liest man im folgenden Link:

Quelle: SPORT1 zeigt im Januar zwei NHL-Spiele im FreeTV, weitere Live-Spiele im März und in den Playoffs – Eishockey NEWS

Selbst der Wettergott ist gegen Montagsspiele

Gewöhnlich spricht man nach einem 1:1 wie jetzt am unbeliebtem Montag zwischen dem 1. FC Nürnberg und Bayer 04 Leverkusen von „leistungsgerecht“, aber in diesem Falle müsste man wohl eher von zufällig oder einfach nur „entstanden“ sprechen. Denn wie und wo der Ball nach einem Pass hängenblieb, entschied nicht der Passgeber, sondern alleine der Rasen unter dem Wasser. Trotzdem ging die Werkself in Führung und unterstrich somit den Anspruch auf die Favoritenrolle, aber in der 2. Halbzeit endete der Fanprotest gegen die Montagsspiele – die Franken haben schließlich lange genug und oft in der 2. Bundesliga am Montag gespielt – und so entschloss sich der Club dann auch, das Tor zum 1:1-Ausgleich zu schießen. Ein Spiel eigentlich unter irregulären Bedingungen und ein bisschen auch eine Strafe vom Wettergott, der scheinbar auch gegen Montagsspiele ist am ersten Werktag der Woche. An diesem Tag hat der gemeine Deutsche eigentlich auch anderes zu tun als ins Fußballstadion zu latschen.

 

Quelle: Dauerregen und Fan-Proteste: Nürnberg und Leverkusen trennen sich 1:1 | WEB.DE

Ein einziger Fußball Schiri ist zu wenig

Wenn man sich mal die Entwicklung im deutschen oder internationalen Fußball anschaut, dann kann man eigentlich nur zu dem Schluss kommen, dass aktuell die Schiedsrichter im Fußball die ärmsten Säue im ganzen Stall sind!

Ich spreche zwar hier schon in der Mehrzahl, weil ja neben dem Hauptschiedsrichter auch noch die Linienrichter und vielleicht ein Ersatzmann mit dabei ist, aber eigentlich müssten es vielmehr Schiedsrichter auf dem Platz sein. Schon alleine ein zweiter Schiedsrichter beim Fußball würde die Verbesserung bringen, dass jeder sich eine Hälfte auswählen kann und er sich in dieser bewegt. Zusätzlich hätte der eine Schiedsrichter die Sicherheit im Rücken, dass noch ein zweiter da es und nach kurzer Kommunikation findet man im Zweifel zu einer gemeinsamen Entscheidung.

Als weiteres würde ich noch anregen, dass die Linienrichter weiter ins Feld hinein rücken können und so schon mal nicht andauernd Angriffspunkt der Trainer sind. Denn die Funktion der Trainer scheint mittlerweile auch zu sein, ein riesiges Theater zu veranstalten und die Referees in irgendeiner Form beeinflussen zu wollen. Es kann alles nicht Sinn einer Sportveranstaltung sein und hier muss man sich auch einen anderen Sportarten orientieren.

Im Bereich Eishockey wäre es niemals möglich, dass ein einzelner Schiedsrichter alleine das ganze Spiel leitet, so schnell und teilweise auch hart ist diese Sportart. Da wurde man gar nicht hinterher kommen und bei Konflikten helfen ganz natürlich auch die Assistenten. Beim Basketball gibt es auch nicht nur einen einzigen Schiedsrichter und so muss man sich auch dem neuen Tempo im Fußball des Jahres 2018 und folgenden anpassen.

In unteren Gefilden sollte es erst recht zur Regel werden, dass die Schiedsrichter besser geschützt werden – man erinnere nur an die eine oder andere traurige Begebenheit, wo es Angriffe in tätlicher Form auf die Unparteiischen gegeben hatte. Schiedsrichter dürfen nicht zum Freiwild für Fußballer, Fans und Funktonäre werden. Daher bin ich auf jeden Fall für selbstbewusste und gestärkte Schiedsrichter, die mit allem ausgestattet werden müssen für ihren Beruf, was notwendig ist. Die Entscheidung im Falle eines Videobeweises muss auch aus meiner Sicht nicht mehr vom Schiedsrichter bekannt gegeben werden, sondern kann über den Stadionsprecher neutral verkündet werden. So bekommt der Schiedsrichter nicht den schwarzen Peter zugeschoben, nur weil er das Urteil aus Köln verkündet.

Aber das sind so verschiedene Dinge, die immer mehr den Schiedsrichter in Bedrängnis bringen und teilweise sogar in Erklärungsnot. Spieler beeinflussen auch die Fans, die denken, dass es ein Foul war und Zuhause in der Wiederholung sehen sie womöglich eine komplett ungefährliche Situation.

Daher bin ich dafür, dass mindestens ein zweiter Schiedsrichter zwingend auf das Fußballfeld gehört und auch numerisch gleichwertig bei einem Gerangel vertreten ist. Es ist auch vorstellbar, dass diese Entwicklung bald kommt, bei größeren Turnieren sind auch Torrichter denkbar, wobei dies mittlerweile im eigentlich digitalen Zeitalter von einer Kamera und einem Sensor neutraler berurteilt werden kann. Aber auf dem Platz, wo sich die Spieler mit immer mehr Theater und immer mehr Betrugsversuchen probieren, durchzusetzen und endlich ein Gegengewicht geschaffen werden. Daher hoffe ich, dass die zuständigen Stellen bei der FIFA, der UEFA oder dem DFB bald entsprechende Schritte einleiten und diesen Vorschlag in irgendeiner Form aufnehmen. Gewiss steckt der auch schon bei und einem Funktionär in der Schublade und wird bald herausgeholt.

Zu viel Werbung bei RTL-Formel-1?

In der BILD schießt Jens Todt scharf gegen RTL und die Formel 1-Übertragungen dort, weil das Verhältnis Werbung/Sport zu groß sei.

Das stimmt auch so was Todt sagt und ich empfinde das auch so mit RTL und der Werbung, ebenso habe ich mich als Zuschauer schon vor einiger Zeit einfach abgewendet. Ich schaue RTL mit Formel-1 dann eben gar nicht mehr und ich glaube, die RTL-Bosse an den Hebeln der Entscheidung unterschätzen oder ignorieren das – das gilt bei RTL auch bei weitem nicht nur für die Formel-1, sondern auch für Fußball oder die Unterhaltung beim Kölner Privatsender.

Die Einschaltquote mag mangels Alternativen immer noch „okay“ sein bei den werberelevanten Zuschauern mit einem Zähl-Decoder, um das der GfK zu signalisieren, dass man am Sonntag RTL und Formel 1 geschaut hat. Aber die richtigen Sport-Fans sind entweder enttäuscht über den Abgang von Sky, die wenigstens nicht während des Rennens Werbung gemacht haben, außer vielleicht akustisch für irgendein Zeugs.

Insgesamt ist die Kritik von Jens Todt in der BILD also berechtigt, weil das Gesamtereignis natürlich komplett zerstört wird und man sowieso über den Sinn und Unsinn dieser verkauften Zeit diskutieren kann. Aber solange es noch Leute gibt, die sich begeistert Werbespots anschauen und dazwischen ein bisschen Sport, wird der Rubel und mal die Reifen oder in anderen Sportarten der Ball wohl weiter rollen…….

Quelle: Formel 1: Todt geht wegen zu viel Werbung auf RTL los – Formel 1 – Bild.de

Sky schießt Eigentor mit Werbung im Top-Spiel

Mitten im Top-Spiel der Fußball-Bundesliga soll es laut Angaben des Bezahlsenders Sky eine Werbepanne gewesen sein, die die Zuschauer nichts mehr vom Spiel Borussia Dortmund gegen den FC Bayern München sehen ließen. Es war zwar nicht lange, aber wer da an einen technischen Defekt glaubt, dem ist nicht mehr zu helfen.

Denn im Normalfall hätte Wolff Fuß ja auch reagieren müssen nach der Unterbrechung, aber er moderierte ganz normal das Spiel weiter und äußerte sich dazu nicht. Dass es ausgerechnet in einem der interessantesten Spiele mit größtmöglicher Reichweite und Aufmerksamkeit passierte, sollte einem auch zu denken geben.

Es wird ja nun schon seit einiger Zeit probiert, das Maximale herauszuholen – mit Bannern, Sekunden-Spots und natürlich auch der Sky Eigenwerbung für Filme und Pakete. Man hat gar nicht mehr das Gefühl, dass die Reporter sich zu 100% ihrer Aufgabe widmen, sondern dass sie schon fast wie Verkäufer auftreten und das wirkt unseriös.

Dabei hat der Bezahlsender Sky schon viele Abonnenten verloren, bei denen jetzt so langsam die Verträge auslaufen. Mich zum Beispiel. Denn mich nervt das so gewaltig, dass ich Freitag abend keine Bundesliga live mehr schauen kann und auch wenn einige Spiele vom Eurosport Player am Sonntag Mittag und Montagabend übertragen werden, schaue ich als zahlender Kunde in die dunkle „Röhre“.

Dabei ist mir sogar egal, wer oder was daran Schuld ist – ich sehe nur auf meinem Kontoauszug, dass da nichts weniger geworden ist an der Summe die da an Sky Deutschland geht und ich aber Einschnitte im Programm erlebe. Die Gefahr besteht ernsthaft, dass immer weiter gekürzt wird im Programm und das halte ich für nicht hinnehmbar.

Von den Veränderungen bei der Champions League gar nicht zu  reden und die Formel 1 ist ja auch weg, da hilft mir auch nicht die baldige Rückkehr der so hochgelobten englischen Premier League nichts….

Quelle: Sky entschuldigt sich für Werbung während Topspiel – DWDL.de

Endlich mal wieder im „Erika-Hess“ Eishockey!

Da musste ich aber lange warten, bis sich meine Hobbies Eishockey und Fotografie auch terminlich miteinander vereinbaren ließen und das ging in diesem Falle mit einem Heimspiel des ECC Preussen aufgrund eines „Dachschadens“ in der ursrünglichen Heimspielstätte, dem P09 in der Halle am Glockenturm. Jetzt also im Wedding, im Erika-Hess Eisstadion.

Ein Blick ins Innere des ERika-Hess Eisstadions im Wedding

Die Halle war für mich auch immer ein Ort, der Erinnerungen weckt an Eishockey-Fanclub-Turniere, die ich mitorganisieren durfte oder dort für die Musik zuständig war. An die Feten danach denkt man heute noch etwas nostalgisch zurück, auch das Eisstadion war bei uns ein guter Ort. Noch weiter in die Vergangenheit geblickt, erinnere ich mich auch gerne an die Zeit, als ich als Kind oder auch später als Heranwachsender auf die Eisfläche daneben ging, um meine eigene Eislauffähigkeit zu verbessern.

Hier mal ein Blick von der „Hintertorkamera“ und der Abdeckung

Automatisch denkt man da auch an die Pommes dort, die Eintrittspreise in D-Mark und die Musik, die im Erika-Hess-Eisstadion gespielt wurde mit den hervorgerufenen Emotionen. Der U-Bahnhof ist auch sehr nah, damals war es noch die erstmal letzte Station, bevor es mit der U-Bahn in den Ostteil der Stadt ging. Danach kam regulär zum Aussteigen erst wieder die Kochstraße und so gesehen musste man damals aufpassen, dass man rechtzeitig aussteigt von Tegel kommend.

Den Fanclub Preussens Gloria gibt es immer noch, nur die Clubs ändern sich

Hier also fand mal wieder richtiges Eishockey statt, Oberliga Nord. Punktspiel. Der ECC preussen empfing am Dienstag vor dem Tag der Deutschen Einheit die Tilburg Trappers aus den Niederlanden, die bei uns in der Oberliga spielen, weil ihre Liga zu schwach ist. Wie lange das Spielchen noch weitergehen soll, weiß wohl so recht niemand und so dominieren sie die Oberliga und alle schauen zu.

Vor dem Spiel: Der ECC Preussen startet

Die Partie endete nach dem etwas turbulenten Ligastart der „Preussen“ erwartungsgemäß mit einem 7:3-Sieg der Gäste, aber die Gastgeber ließen sich im Erika-Hess nicht abschlachten und schlugen sich den Umständen entsprechend einigermaßen okay. Nach dem Spiel spoürte man auch gleich wieder die Vorteile, die man als Besucher dieses Stadions hat: Schneller Weg zur U-Bahn, nach einer Station ist man am Wedding und am S-Bahn-Ring und auch nach unten kommt man fix weg. Zentral gelegen und nur ein paar Schritte ist man an allen wichtigen Verkehrsadern. Ein Bus fährt dort auch direkt den Hauptbahnhof an – was sicherlich ein großer Vorteil ist.

Ein paar Zuschauer haben sich zum Spiel der Preussen gegen Tilburg doch eingefunden!

Desweiteren hat mit IN der Halle gefallen, dass man immer rundherum laufen konnte. Als Fan, um sich die Zeit zu vertreiben und zu schauen, wen man noch so trifft und als Zuschauer, weil man sich das Spiel aus dem gewünschten Blickwinkel aus anschauen kann. Die Akustik war auch sehr gut und das fällt auch sofort im indirekten, weil unfaien Vergleich mit der hellen, etwas weiträumigen Eishalle „P09“ an der Glocke auf. Auf jeden Fall war das mal wieder ein spannender Ausflug zu einem Spiel am Abend im Erika-Hess-Eisstadion im Wedding und eine kleine Reise in die Vergangenheit.

Viele Tore und Eishockey Action boten beide Teams im Erika-Hess-Eisstadion

Die Füchse aus Duisburg starteten die Oberliga-Saison mit komplettem Umbruch

Einen nahezu kompletten Neuanfang hinsichtlich des Teams haben die Füchse aus Duisburg hinter sich, nachdem man sich von 15 Spielern getrennt hatte.

Für die Entscheidungen über sowohl Ab- als auch Zugänge zeichnet sich Trainer Reemt Pyka mitverantwortlich, der seit Anfang des Kalenderjahres 2018 das Zepter an der Bande schwingt.

Im Tor vertraut man Sebastian Staudt, der auch schon in Bremerhaven, Leipzig und zuletzt bei den Moskitos aus Essen zwischen den Pfosten stand. Auch der zweite Goalie, Etienne Renkewitz, verfügt schon über eine Menge Erfahrung und so überragen beide deutlich den Altersdurchschnitt des Teams, der mit ihnen bei 24,42 liegt.

Die Testspiele und die Neuzugänge gaben Grund für Optimismus

Füchse DuisburgOberliga-Saison
Die Füchse aus Duisburg starteten die Oberliga-Saison 2018/19 mit komkplettem Umbruch

Alexander Spister, Pavel Pisarik und André Huebscher bilden die erste Sturmreihe und machen gemeinsam ordentlich Dampf – die Duisburger Füchse werden wohl auch in der Oberliga Nord für genügend Tempo sorgen und haben auch eindeutig die obere Tabellenhälfte im Visier.

Weitere Schlüsselspieler werden wohl Steven Deeg und Lasse Uusivirta werden, die schon in den ersten Testspielen den Partien ihren Stempel aufdrücken konnten. Aus Sicht der Füchse-Fans kann man sich auch viel von anderen jungen Spielern erhoffen, die auch alle recht körperbetont spielen. Mit solch einer Spielweise – schnell, hart und offensiv – erobert das Team sicherlich schnell die Herzen der Anhänger und das kann in den Heimspielen ein entscheidender Faktor werden.

Schon im Testspiel gegen den Zweitligisten Kassel Huskies zeigte sich Duisburg in guter Frühform, verlor vor eigener Kulisse nur mit 2:3 und auf dem darauffolgenden Wochenende gab es bei Ligakonkurrent Essen eine weitere Niederlage mit gleichem Ergebnis. Aber im Rückspiel zu Hause entwickelte sich eine turbulente Begegnung, in der die Gastgeber aus dem „Pott“ oft vorlegten, aber sich am Ende trotz dreier Tore von Steven Deeg mit 4:5 n.P. geschlagen geben mussten.

Aus den ersten vier Spielen nur zwei Punkte

Fazit: Ein großer Umbruch ist Chance und Risiko zugleich, aber man kann dem Team von Trainer Pyka einiges zutrauen – am eigenen Anspruch auf einen Platz in den direkten Play-Offs muss man sich messen lassen. Wie verlief nun der Start in die Oberliga-Nord? Das erste Heimspiel gegen Rostock ging gleich mal mit 1:3 in die Hose, am folgenden Sonntag konnte man aber bei den Saale Bulls in Halle mit 3:2 in der Overtime gewinnen.

Also – Fehlstart abgewendet. Aber im nächsten Heimspiel die nächste Pleite, diesmal waren die Hannover Scorpions zu Gast und gingen durch einen 5:2-Auswärtssieg als Sieger vom Eis! Am Sonntag hatten die Füchse aus Duisburg spielfrei, verloren aber dafür das nächste Heimspiel am Dienstag, den 02. Oktober gegen Leipzig. Alles andere als ein Idealstart also und genügend Stellschrauben, an denen das Trainerteam noch zu drehen hat.

Hertha pflückt die Sterne des Südens vom Himmel

Was für ein wundervoller Fußballabend! So muss er wohl im Buche stehen, wenn man nach einer Beschreibung suchen würde: Zur blauen Stunde finden sich die Fans beider Teams im großen Fußball-Tempel ein.

Im herrlichen Berliner Olympiastadion also und schon vor dem Duell an diesem lauen September zwischen Hertha BSC und dem FC Bayern München steht fest, dass das Stadion ausverkauft ist.

Tolle Einstimmung in blau-weißem Licht: Hertha – Bayern

So also gab es beste Bedingungen in Berlin, der blau-weißen Ostkurve standen oder saßen die vielen teils lustig-bekleideten rot-weißen Fans der Bajuwaren gegenüber. Aber man kennt sie ja aus den Oktoberfestzelten dieser Tage, etwas laut und urig – mit Dolmetscher oder genauso viel Bier klappt es aber auch mit der Konservation. Die war aber schon zu Beginn und dem Einbrechen der Dunkelheit nicht mehr möglich, als sich beide Mannschaften zum Warmmachen auf dem hell erleuchteten Grün einfanden und auch die Anspannung stieg.

Auch Frank Zander heizte die Stimmung vor der Hertha-Ostkurve an

Robben, Ribéry, Nationaltorhüter Manuel Neuer oder Sandro Wagner – jeder dieser Namen erzeugt Emotionen, seien es positive oder negative. Das macht dieses Spiel zu einem besonderen, wenn Hertha jetzt auch noch nach einem guten Saisonstart vielleicht eine Minimalchance hat und dadurch auch noch mehr Fans ins Stadion lockt. Jedenfalls war es ausverkauft und das merkte man auch an allen Ecken und Enden. Lange Schlangen überall und wenig Spielraum auf den Rängen.

Bayern-Choreo im ausverkauften Berliner Stadion

Sei es Hertha gegönnt und so nimmt man auch in Kauf, dass sich viele Bayern-Fans zwischen die Herthaner gemischt haben. Moderne Völkerverständigung. Ein wahrer Höhepunkt war aber diesmal schon vor Beginn der Partie zu sehen, als sich das Olympiastadion zu Beginn der Fußballnacht in eine knallblaue Lightshow verwandelte und selbst mich damit überraschen konnte. Kompliment.

Festival Of Lights im Olympiastadion vor Hertha BSC gegen Bayern München

Für das Feuerwerk waren trotzdem immer noch die Protagonisten auf dem Platz verantwortlich und so wartete man mal ab, wie sich die Bayern nach dem 1:1 in der Allianz Arena gegen Augsburg und Hertha nach der 1:3-Niederlage in Bremen unter der Woche präsentierten. Das Geschehen verlagerte sich zwar oft in die blau-weiße Hälfte, doch die Hausherren spielten erfrischend auf und wenn mal ein Angriff auf das Tor von Rune Jarstein-Ersatz Thomas Kraft kam, versickerte der innerhalb der vielbeinigen Hertha-Abwehr oder in den Händen des Torwarts.

Auch in der Pause bei der Arbeit: Hertha BSC-Keeper Thomas Kraft

Dann gab es ein Raunen im weiten Rund des Olymp, als Salomon Kalou von Boateng im Strafraum gefoult wurde und der Vollstrecker Vedad Ibisevic zur Tat schritt. Er ballerte das Ding in die Maschen unter dem frenetischem Jubel der Ostkurve, die sich auch an diesem besonderen Abend viel Mühe gab. Das hatten sich viele nicht in ihren kühnsten Träumen zu hoffen gewagt, dass die „olle Hertha“ auch noch gegen den Stern des Südens in Führung gehen würde.

Vor der Halbzeit und auch der Endstand: Hertha gewinnt 2:0!

In der Folge stürmten die Bayern zwar kollektiv immer mal wieder Richtung Marathontor, aber mal kamen die Pässe nicht an oder ein Hertha-Spieler war schneller. Es wuchs das Gefühl, dass vielleicht doch etwas gehen könnte heute – zumal der spieltägliche Elfer gegen Hertha diesmal einer für die Jungs von Pal Dardai war und sich das Schicksal von seiner gutmütigen Seite zeigte. Am besten ist natürlich, wenn man noch ein zweites nachlegen könnte so vor der Halbzeit….

Der Bayernblock und viele Fans im Stadion drückte dem FCB die Daumen

…..dachte ich so und eventuell schwirrte irgendwo eine Sternschnuppe vom Himmel herunter, gleich neben den anderen Sternen des Südens, die heute ein Stück näher an Planeten Erde kamen. Also ging mein Wunsch in Erfüllung und Ondrej Duda bekam einen Pass von Lazaro wieder zurück, knallte ihn in der Folge ins Netz des überraschten Manuel Neuer und schon stand da ein „2:0“ an der Anzeigetafel des Olympiastadions. Ein herrliches Gefühl, mit zwei Toren Differenz in Führung liegend zur Pause ein bisschen zu entspannen und sich wirklich auf die zweite Halbzeit zu freuen.

Die Hertha-Ostkurve stand wie eine Wand hinter ihrem Team

Die erwartete Reaktion der Bayern-Stars blieb aber aus und man fragte sich, wie stark eigentlich Hertha BSC noch werden kann, wenn man mal auch das 4:2 gegen Gladbach von vor einer Woche mit dazu nimmt. Da kann sich eine unheimliche Dynamik entwickeln und wenn man auf dieser Welle weitersurft, dann ist in dieser Bundesliga-Saison 2018/19 noch vieles möglich. Achja, im Grunde genommen ohne viel Aufregung schaffte es die Hertha, das 2:0 über die Runden zu bringen und so für großen Jubel an diesem denkwürdigen Freitagabend zu sorgen.

Erledigt! Das Hertha-Team feiert mit den Fans

Das war schon nahe dran an einem begeisternden Fußballabend, der die Fans vielleicht auch mal zu dem einen oder anderen Spiel treibt, auch wenn der Gegner nicht FC Bayern München heißt. Jedenfalls war wohl auch die Konkurrenz aus Dortmund dankbar und hat der Hertha die Daumen gedrückt, so hat der BVB nämlich am Samstag in Leverkusen in einem furiosen Spiel nach einem 0:2-Rückstand mit dem 4:2 das Spiel noch gedreht und somit die Tabellenspitze erobert.

Ohne Trikot und ohne Punkte: Bayern-Torwart Manuel Neuer nach dem Spiel

Hertha holt den Hammer raus! 4-2 gegen Gladbach

Das war mal ein wirklicher Hammer, den da Hertha BSC rausgeholt hat – nach 0:1-Rückstand durch einen Elfmeter von Thorgan Hazard gaben die Herthaner die richtige Antwort auf dem Platz und reagierten mit einem Treffer zum 1:1-Ausgleich. Dem ließ nur drei Minuten später Lazaro das 2:1 für die Hausherren folgen und riss den richtigen Teil der knapp 52.000 Zuschauern aus den Sitzen.

Choreo der Gladbach-Fans in Berlin

Dabei sah es nach rund einer halben Stunde beim Stand von 0:0 gar nicht nach so einem rasanten Spiel aus, beide Mannschaften neutralisierten sich, Duda holte sich eine Gelbe Karte ab und man war gespannt, wie sich das Spiel so die restlichen 60 Minuten entwickeln wird. Umso erfreulicher war, dass ab der 29. Minute wie oben beschrieben die Post abging! Vielleicht war der Strafstoß auch genau der richtige Impuls, den die Hertha als Trotzreaktion brauchte.

Man traute sich dann auch gar nicht, in der Halbzeitpause auf die Toilette zu gehen, damit der Anpfiff nicht verpasst wird. Außerdem braucht es leider immer noch ein wenig Zeit, bis man von den Rängen auf´s WC und wieder zurück kommt. Das verringert zwar den Getränkeumsatz, aber als Ausgleich kann man sich ja diesmal auch über diese furiose Halbzeit unterhalten.

Ex-Hertha-Coach und nun Borusse: Hans Meyer

Vedad Ibisevic ließ sich jedoch in der abwechslugsreichen Partie bis zur 63. Minute Zeit mit dem Tor zum vielumjubelten 3:1 – mit zwei Treffern Differenz spielt es sich leichter und man kann sich etwas defensiver aufstellen. Doch das lockte scheinbar die Gäste aus Gladbach an, die nur vier Minuten später durch Alassane Plea wieder auf 2:3 herankamen. Das war aber auch passend zum Spiel ein toller Treffer, wie er den über Hertha-Keeper Rune Jarstein geköpft hat!

Nach dem Foul: Marko Grujić muss behandelt und ausgewechselt werden

Dann aber kam der geile Pass von Dilrosun auf Ondrej Duda, der aus 12 Metern abzieht und dem Fohlen-Torwart keine Chance ließ. Danach brachen alle Dämme im weiten Rund des Olympiastadions und auch unten auf dem Rasen wurde der Schütze im Rudel gefeiert. In der letzten Viertelstunde probierte das Team von Dieter Hecking natürlich noch einmal alles, aber diese hammerharte Hertha machte die Rolladen runter und zurrte nach vier Nachspielminuten den Heimsieg fest.

Hertha-Star Duda wird kollegial unterdrückt

Leider wurde Marko Grujić durch ein Foul verletzt und man muss wohl mindestens den Rest der englischen Woche ohne ihn in Bremen und Freitag gegen die Bayern planen. Ansonsten aber gab es diesen Samstag ein Fußballfest auf hohem Niveau mit viel Spielspaß, Spannung und jeder Menge Gelegenheiten zum Jubeln. Mit so einer frischen Spielweise holt man sich auch Fans zurück, die nicht nur nächsten Freitag wegen des Gegners FC Bayern München ins Stadion kommen.

Hertha bedankt sich und Fans bejubeln das Team

Cristiano Ronaldo wechselt von Real Madrid zu Juventus

Nun ist es also wirklich passiert, der Superstar der „Königlichen“ wechselt von Real Madrid nach Italien, genauer gesagt zur „alten Dame“ Juventus Turin. Damit hat Real Madrid alles richtig gemacht, Cristiano Ronaldo zum bestmöglichen Zeitpunkt abgegeben zu haben.

Cristiano Ronaldo dürfte gesetzt sein bei „Juve“

Denn schon bei der Weltmeisterschaft 2018 in Russland erhärteten sich die Gerüchte, dass „CR7“ noch einmal neue Herausforderungen sucht und somit eventuell nicht mehr zu 100% fokussiert auf Erfolg für die Madrilenen ist. Sportlich sorgt das im Lager von Juventus Turin gewiss auch mindestens für Diskussionen ob des unerwarteten Konkurrenzkampfes, der ja schon im Vorfeld entschieden wirkt.

Das Ronaldo-Paket kostet rund 350 Millionen Euro

Das Gesamtvolumen des im Raum stehenden Vierjahresvertrages des Torjägers inklusive aller Handgelder und Bonuszahlungen soll laut Medienberichten bei 350 Millionen € liegen. Der Portugiese soll pro Jahr 30 Millionen Euro verdienen.

Auf vier Jahre Laufzeit ist der Kontrakt taxiert, in dem 105 Millionen erstmal aus Turin nach Madrid geflossen sind und im Laufe der Jahre das Konto von Cristiano Ronaldo reichlich füllen wird. Aber die Italiener erhoffen sich natürlich neben viel Spektakel auf dem Platz auch einige Einnahmen durch den Trikotverkauf und so darf man sich auch als neutraler Beobachter über diese neue Situation freuen.

Neue Ära nach Zinedine Zidane

Spannend wird natürlich auch die Neuordnung bei Real Madrid nach dem Abgang des Superstars werden, denn auch auf der Trainerbank gab es einen Wechsel nach dem Abgang von Zinedine Zidane: Der vor der Fußball-WM 2018 geschasste spanische Nationaltrainer Julen Lopetegui schwingt nun das Zepter beim weißen Ballett, ob der Weggang also die Situation bei Real Madrid einfacher macht oder gar erschwert – das wird erst die Zukunft in der Primera Division und natürlich auch der Champions League zeigen!

Quelle: Transfermarkt: Offiziell: Cristiano Ronaldo wechselt von Real Madrid zu Juventus Turin | Express.de