Hamburger SV gegen Hertha BSC im Volksparkstadion

Wieder einmal hieß es Bier-Paletten eingepackt, während der Fahrt ordentlich Einsingen und die Vorfreude steigt bei solchen Auswärtsspielen ins Unermessliche. Nun ist die schöne Hansestadt Hamburg aber zum Glück nicht so extrem weit entfernt von Berlin, so dass die Zeit schnell verging und Büchse um Büchse (jaja, damals gab es noch Bier aus Dosen) leerte sich.

Das Stadion wurde gerade umgebaut und überall war praktisch noch Baustelle, aber vor dem Spiel gab es noch genug Gelegenheit, den Durst zu löschen – schließlich war es am 11. September ´99 immer noch super warm und wir rannten da mit kurzen Hosen herum. Außerdem wären wir sonst nass geworden, denn wie man auf dem Bild unten auch sieht, hatte das Volksparkstadion noch kein Dach. Sportlich gesehen ist der HSV damals optimal in die Saison 99/00 gestartet und empfing nun als Tabellen-Führer die alte Dame aus der Hauptstadt!

Wieder hilft ein Blick auf die Homepage von Thomas Schölkopf, um zu sehen, wie die Hertha in die Saison gestartet ist: Nach einem fulminanten 5:2 zu Hause gegen Hansa Rostock folgten zweimal 1:1 in Bielefeld und daheim gegen Werder Bremen. Also noch ungeschlagen zum Ersten der Bundesliga. Aber es kam dann doch nicht ganz so, wie wir uns das auf Berliner Seite erwünscht haben. Schon in der 2. Minute die HSV-Führung durch Bernd Hollerbach und ein Hattrick von Roy Präger setzten der Stimmung doch etwas zu, trotzdem wurde das Team natürlich angefeuert.

Am Ende stand es 5:1 aus Sicht der Hamburger, vielleicht hatte damals die Hertha schon zu sehr das Champions League-Spiel bei Galatasaray Istanbul am 15.09.1999 im Hinterkopf, welches sie ja immerhin mit 2:2 meisterten (hier der Link zu den türkischen Schlagzeilen). Das Rückspiel gegen den HSV konnten die Mannen von Coach Jürgen Röber mit 2:1 gewinnen und über das Rück-Spiel der Champions League Hertha BSC Galatasaray Istanbul berichte ich ein anderes Mal. Den Ehrentreffer in Hamburg erzielte Pal Dárdai und so gab es auch ein ein klein wenig Grund zum Jubeln, auch sonst war es eine sehr angenehme Fahrt, bei der die Niederlage zwar schmerzte – die Fans aber nicht ins Wanken brachte.

Eher dann doch wieder das Bier, aber auch das ist ein anderes Thema. Eine Spiel-Statistik von transfermarkt.de gibt noch einmal einen Überblick über Karten, Tore, Aufstellung und Spielverlauf. Marcel Reiff kommentiert die Spiel-Zusammenfassung auf YouTube (erst 1.835 Klicks). Ha, jetzt sehe ich erst mal wieder den Kartenpreis: 26,00 Deutsche Mark hatte die Karte nur gekostet in der Südtribüne Rang A des Volksparkstadions. Das waren noch Zeiten: Dosenbier, Deutsche Mark und Champions League. Paradiesisch. Unwiederholbar.

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