Nur wenige Tore bei Fußball-WM?

Sehen wir bei der FIFA Fußball-WM 2014 nur Magerkost und wenige Tore? Deutschland reist ja schon mit nur einem nominellen Stürmer nach Brasilien und bei einigen anderen Teams hat das Verletzungspech gnadenlos zugeschlagen! Durch die Gruppenspiele könnten auch einige Mannschaften zunehmend strategisch denken und ihre Taktik nach einer Führung auf Ballbesitz ändern und sich für weitere Spiele schonen. Auch die klimatischen Bedingungen wurden schon im Vorfeld thematisiert und daher wird es nicht nur darauf ankommen, viel zu Trinken – sondern auch die Laufwege durch Pass-Spiel zu verkürzen. Darum kann es oft zu Ergebnissen wie 0:0 oder 1:0 und 1:1 kommen:

Ausfälle durch Verletzte

Nicht nur Stürmer-Star Radamel Falcao aus Kolumbien kann nicht mehr viel zur Statistik der geschossenen Tore beitragen, sondern auch die Ausfälle von van der Vaart mit seinen Pässen wiegt für die Niederlande schwer. Kroatiens Niko Kranjcar wird verletzt fehlen und seine bisher in WM-Spielen geschossenen Tore (16) genauso. Luis Montes hatte für sein mexikanisches Team im vorletzten Testspiel noch ein Tor geschossen und musste danach mit einer schweren Verletzung vom Platz – WM-Aus. So setzt sich die Liste nach einer langen Saison fort, auch bei der deutschen Nationalelf fällt Mario Gomez trotz Bemühungen definitiv aus und andere Nationen müssen ebenfalls irgendwie die prominenten Ausfälle kompensieren.

Brasil_Sensational

Taktik in Gruppenspielen

Die ersten Spiele sind immer entscheidend, wie man in das WM-Turnier startet ist von nicht zu unterschätzender Bedeutung für die Presse zu Hause, aber auch für die eigene Psyche und die folgenden Spiele. Darum wird es darauf ankommen, möglichst nicht zu verlieren und notfalls ab der 70. Minute zum Beispiel einen Punkt zu halten – der Punkt könnte in der Endabrechnung wichtiger sein als die Gefahr, zu sehr aufzumachen und ein Gegentor zu riskieren. Wenn beide Teams gleich denken, erhöht sich die Wahrscheinlich noch zusätzlich. 

Kräfte einteilen und Energie sparen

Die südamerikanischen Mannschaften haben den Vorteil, dass sie mit dem Klima weniger Probleme haben werden als die europäischen und daher muss man nicht zwingend gegen das gegnerische Tor anrennen, sondern lieber Luft atmen und Pässe spielen. Die Hitze könnte also ein entscheidender Faktor werden und darauf müssen die Trainer reagieren.

Ich glaube also eher, dass wir Spiele zu sehen bekommen, die wenig mitreißend sind, eher auf Ergebnisverwaltung ausgerichtet sein werden, maximal noch eine mögliche Führung verteidigen und nur bei sich ergebenden Möglichkeiten zu erhöhen. Steht es Unentschieden ab einer gewissen Spielzeit, kann es besser sein, diesen Punkt zu sichern

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