Auch Bayern-Fans darf man nicht verarschen

Immer wenn ein Verein, eine Institution oder Organisation seine größeren Möglichkeiten ausnutzt und nur darauf setzt, dass sich Leute irgendwo registrieren und somit der Luftballon so richtig aufgeblasen wird und am Ende kommt nicht als heiße Luft heraus, umschleicht mich ein eher ungutes Gefühl. Und mit Gefühlen, Emotionen und der (Fan-)Liebe spielt man nicht und zaubert nach einer Niederlage – zu der sicherlich viele Fans auswärts keine Kosten und Mühen gescheut haben, um ihren Lieblings-Club zu unterstützen – nicht so eine Aktion “FC Bayern München verpflichtet Offensiv-Spieler” (Quelle: DerWesten.de) aus dem Hut. Man sollte nicht so offensichtlich oberflächlich mit der “Masse Mensch” umgehen.

Zumal jeder (der wollte), öffentlich sehen konnte, wie sich dann auch im Nachhinein erst die Erwartungen und später dann die Enttäuschung, für einen Facebook-Auftritt alles hochgeschaukelt hat. Dieses Denken ziemt sich eigentlich nicht für einen Spitzen-Club, der in ganz Europa seine vielen Fans hat und auf diesem Wege gleich einer sensationsgeilen Boulevardpresse um Aufmerksamkeit buhlt. So etwas kann man mal nach dem zehnten Bier auf einer Party oder als Aprilscherz veranstalten aber imho nicht in dieser eher subprofessionellen Art und Weise. Christian Nerlinger wird sich da gewiss noch das eine oder andere Spruchband oder Plakat durchlesen müssen. Berechtigterweise. Ich meine: Ein Fußball-Club sollte FÜR seine Fans spielen, nicht MIT ihnen.

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