HSV Klassenerhalt ist Aufgabe und Verpflichtung zugleich

Nach einem Bundesliga-Endspurt, der einem Schneckenrennen mit den anderen noch schlechteren Abstiegskandidaten glich, schleppte sich der Hamburger SV mit einem 0:0 zu Hause und dem 1:1 in Fürth gerade noch so über die Ziellinie Klassenerhalt.

Doch nach der gelungenen Relegation gegen den dritten der zweiten Bundesliga kann man zwar zurecht tief Luft holen und auch mal das eine oder andere Bier drauf trinken, aber für ein überschwängliches Feiern besteht kein Grund. Hochbezahlte Profis haben eigentlich nur ihre Arbeit gemacht und Trainer Mirko Slomka hatte zudem das notwendige Quäntchen Glück und bewies das richtige Händchen bei einen Personalentscheidungen.Zum Spielbericht: Bitte Fußballwoche lesen.

Sitz_HSV

Pierre-Michel Lasogga war der Retter in der Not

Matchwinner beim Rückspiel in Fürth war einmal mehr Pierre-Michel Lasogga,  der mit seinem Willen und Einsatz die richtigen Signale setzte und zudem auch das erlösende 1:0 für die Rothosen erzielte, somit für die bessere Ausgangsposition sorgte. Nicht nur ohne seinen Treffer würde es wohl düster aussehen an der Elbe, denn seine Körpersprache war vorbildlich – auch wenn am Ende sein Adrenalinüberschuss zu Gesten Richtung Fürther Bank sorgte. Der ausgeliehene Herthaner stellte die Weichen auf Erfolg und die Aufgabe für Oliver Kreuzer wird sein, einen ähnlichen Typen wie ihn zu finden.

Denn in Hamburg bleibt er nicht, weil der Leihvertrag ausläuft und ob Lasogga in der Hauptstadt noch eine Saison spielt oder Mutter und Managerin schon andere Optionen prüft, ist nicht auszuschließen. Diese Mentalität ist aber in Hamburg notwendig und zahlreiche Spieler haben sich in der Negativspirale versteckt. Mit solchen Fußballern wird es auch nächste Saison schwer und daher steht der HSV so oder so vor einem Neuanfang bei der Struktur und mit den Fans. Die Finanzen müssen geklärt werden, eventuelle Geldgeber sind zu prüfen und die Mannschaft muss verbessert werden.

Frische unverbrauchte Gesichter gehören jetzt verpflichtet, die die Tradition des in den letzten Tagen schwer belasteten Bundesliga-Dinos weiter fortführen und den Verein voranbringen. Noch einmal so eine Saison wie 2013/14 ist weder zu verkraften noch für alle Beteiligten durchzuhalten. Hanseatische Gelassenheit und kluge Entscheidungen sind den Hamburgern zu wünschen und keine internationalen Träumereien, wenn es denn mal wieder besser läuft irgendwann. Zumindest davon werden einige geheilt sein…..

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